Linux: VMware Tools mit VMware-Player installieren

Es gibt mittlerweile viele Netzseiten mit Anleitungen, wie man mit dem kostenlosen Player von VMware alle möglichen Betriebssysteme zum Laufen bringt.
VMware selbst stellt z.B. vorkonfigurierte virtuelle Linux-Maschinen zum Download bereit. So können Windows-User mit dem VMware-Player z.B. ein ubuntu-Linux starten, um unbekümmert vor windowstypischer Malware oder Trojanern unter Linux im Netz surfen zu können. Interessant.
Aber wie kommt nun ein Linuxer, der noch eine alte Windows-Version herumliegen hat, zu einer im Player funktionieren Virtuellen Maschine, in der Windows mit einer höheren Auflösung als 640x480 Punkten läuft?

Als erstes benötigt man ein vmx-File. Hier sind alle Daten gespeichert, die die Virtuelle Maschine kennzeichen: z.B. Größe der Festplatte, Netzwerk, Arbeitsspeicher usw.
Im Netz finden sich einige vorkonfigurierte VM für Windows. Oder man kann sich z.B. auf dieser Seite eigene Rohdaten für virtuelle Maschine bequem zusammenklicken: http://www.consolevision.com/members/dcgrendel/vmxform.html

Hat der Pinguin sein Windows unter dem VMplayer dann installiert, "strahlt" es ihm mit sagenhaften 640x480 Bildpunkten bei 16 Farben entgegen.
Anders als die VMware-Workstation, für die man sich beim Download registrieren muss, bringt der VMware-Player nämlich keine VM-Ware-Tools mit, über die sich z.B. eine vernünftige Bildschirmeinstellung wie 1024x768 bei 32bit Farbtiefe für das Gast-System - hier also Windows - einstellen ließe.

Natürlich geht es trotzdem:
1) Kopiere die letzte (!) archivierte (!) Version der VMware-Workstation-Software auf deinen Rechner.
Die gibt es in der Regel hier: http://www.vmware.com/download/ws/ (Wichtig: nicht dem großen Download-Knopf folgen, sondern darunter bei "Archived Version" nachsehen und das erste UNIX-tar-Archiv runterladen!)
2) Suchen und extrahieren der Datei "windows.iso", also z.b. mit:
$ tar ztvf VMware-workstation-5.5.0-18463.tar.gz | grep windows.iso
vmware-distrib/lib/isoimages/windows.iso
3) Die Datei "windows.iso" entpacken, z.B. mit:
$ tar zxvf VMware-workstation-5.5.0-18463.tar.gz vmware-distrib/lib/isoimages/windows.iso
(Natürlich kann man das auch mit einem Pakete-Manager unter KDE oder Gnome machen...) 4) Die Datei "windows.iso" unter Linux als ein loopback Datei-System mounten. Und dann entweder das loopback via Samba dem Windows-Gastsystem zugänglich machen oder halt die Dateien irgendwohin kopieren, wo das Gast-Windows Zugriff hat. Also etwa so mounten:
$ mkdir /home/nutzer/vmware_tools
# mount -o loop vmware-distrib/lib/isoimages/windows.iso /home/nutzer/vmware_tools
5) Als letzten Schritt "setup.exe" aus dem Windows-Gastsystem in dem gerade erstellten Ordner ausführen. Das wars.

P.S.: Einen Workshop für Windows-Nutzer, die mit dem VMware-Player mal in die Linux-Welt reinschnuppern wollen, gibt es auf tecchannel.de: http://www.tecchannel.de/index.cfm?pid=202&pk=434074&p=1

Und unter dieser Adresse findet Windows-Nutzer eine Software, die einfach vmx-Dateien für Gastsysteme erstellt: http://petruska.stardock.net/software/VMware/

Und hier gibt es schließlich eine ganze Menge von VM mit unterschiedlichsten Linuxen: http://www.thoughtpolice.co.uk/vmware/





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